Wettbewerb: Praxen
Inhalt - Einführung - Niedergelassene Ärzte - Spezifische Folgen - Gemeinschaftspraxis - Generelle Folgen - Ausblick - Literatur
3 Wettbewerb bei Gemeinschaftspraxen / Partnerschaften
3.1 Einführung und Entstehung von Wettbewerb 3.2 Intraspezifischer Wettbewerb 3.3 Interspezifischer Wettbewerb
3 Wettbewerb bei Gemeinschaftspraxen / Partnerschaften
3.1 Einführung und Entstehung von Wettbewerb
Obwohl die Forschungsanalyse in der Empirie auf diesem Gebiet große Lücken aufweist, kann man sagen dass ein Trend zur Gemeinschaftspraxis herrscht.
Die Wahl der Ärzte hängt in erster Linie von dem Honorar, der bisherigen Ärzteanzahl in der Praxis und den Erfahrungsjahren der Ärzte ab. Außerdem findet die mögliche Einkommensobergrenze aus nichtmedizinischen Quellen starke Beachtung und auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Krankenschwestern.
Die Ärzte wählen die Besuche pro Woche und die Zeit pro Besuch und nehmen Honorare, Praxisgröße und Teilerlösmechanismen als gegeben hin. Eine wichtige Frage ist, wann und in welcher Form Qualitätswettbewerb bei Gruppenpraxen und Partnerschaften stattfindet. Gegeben es liegt eine Unternachfrage vor, das heißt es existieren Nachfragezwänge, die eine Destabilisierungsgefahr bedeuten. In diesem Fall hat der Partner logischerweise weniger Patienten, als er behandeln möchte. Aus diesem Grund ist der marginale Erlös im Wettbewerb für neue Patienten sehr hoch, weil er erlössteigernd wirkt und Qualitätswettbewerb ist damit vorhanden. Die Gewinn- beziehungsweise die Erlösaufteilung ist dann ungleich. Die Arztbesuche sind von den Gesamt-Praxisbesuchen abhängig und die Qualität, die als Zeit pro Besuch ausgedrückt wird, zeigt empirisch gesehen, dass je mehr Erfahrung ein Arzt hat, desto mehr Stunden verbringt er pro Besuch. Demgegenüber kann man argumentieren, dass wenn eine Übernachfrage herrscht, das heißt es existieren keine Nachfragezwänge, kein Qualitätswettbewerb vorliegt. Die Quantität wird von der Produktionsfunktion bestimmt. In diesem Fall hat der Partner mehr Patienten, als er behandeln möchte und der marginale Erlös im Wettbewerb für neue Patienten ist niedrig. Gründe dafür sind, dass der Konkurrenzkampf zu teuer, zu anstrengend und zu ressourcenverbrauchend wäre. Die Gewinn- beziehungsweise die Erlösaufteilung ist dann gleich. Die Arztbesuche hängen von der Produktionsfunktion ab. Es ist statistisch bewiesen, dass die Besuchszeit pro Patient ziemlich konstant ist und je mehr Erfahrung der Arzt hat, desto geringer ist die Zeit pro Besuch.
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3.2 Intraspezifischer Wettbewerb
Die Folge ist, dass die Ärzteanzahl und die Ärztedichte zunehmen und mehr Wettbewerb entsteht. Ein negativer Aspekt zeigt sich oft in der Behandlungszeit, die drastisch sinkt, die Ärzte werden nämlich zur Nachfrage gezwungen. Die Gewinn- beziehungsweise die Erlösaufteilung ist in diesem Fall ungleich. Eine Gegenmaßnahme könnte jedoch direkt bei der Vergütung ansetzen, denn einheitliche Gewinnaufteilung reduziert den praxisinternen Wettbewerb.
3.3 Interspezifischer Wettbewerb
Unter intraspezifischem Wettbewerb versteht man den Wettbewerb innerhalb einer Partnerschaft oder Gruppenpraxis. Er entsteht dadurch, dass medizinische Partnerschaften über eine individuelle Quantitäts- und Qualitätswahl verfügen und dadurch auf der einen Seite Preisselektion betreiben, auf der anderen Seite aber auch die Partneranzahl und die Profitaufteilung frei bestimmen können.
Unter interspezifischem Wettbewerb versteht man den Wettbewerb zwischen verschiedenen Partnerschaften oder Gruppenpraxen. Die Entstehung ist auf die Zunahme der Anzahl der Partnerschaften zurückzuführen, da sie in Konkurrenz um Patienten stehen. Eine kurzfristige Folge des Wettbewerbs der Partnerschaften untereinander ist, dass eine Instabilität des Marktes entstehen kann. Allerdings führt Wettbewerb auch zu erhöhter Qualität. Es wird eine ungleiche Gewinnaufteilung gewählt, weil eine einheitliche Gewinnaufteilung den interspezifischen Wettbewerb nicht fördert.
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